In der letzten Zeit häufen sich die Postwurfsendungen, Flugblätter und sogar TV-Anzeigen mit Ankaufgesuchen für Goldschmuck, Dentalgold und Bruchgold. Ursache ist der gestiegene Goldpreis. Bevor man aber sein Bruchgold veräußert, sollte man ein paar nützliche Ratschläge beherzigen.Bruchgold kommt, wie alle anderen verarbeiteten Gegenstände aus Gold, in unterschiedlichen Legierungen vor. Das ist das Metallgemisch, aus dem das Bruchgold besteht. Die Feinheit des Goldes, also der Feingehalt, wird in Tausendstel Teilen oder in Karat angegeben. Je nach gewünschter Eigenschaft können im Goldschmuck noch Anteile aus Zink, Zinn, Silber, Kupfer, Palladium sowie andere Metalle enthalten sein.
Schmuckstücke aus 585 Gold enthalten demnach 585 von 1000 Teilen Gold. 415 Teile sind andere Metalle. Bei einem Gewicht des Schmuckstücks von 10 Gramm enthält es genau 5,85 Gramm Gold. Andere Metalle bilden den Rest.
Den Goldgehalt von Bruchgold bestimmen
Bruchgold trägt – wie andere Schmuckstücke auch - einen Stempel, der den Goldgehalt angibt, der im Schmuck enthalten ist. Meist findet man diesen Stempel am Verschluss (Kette, Armband, Ohrring) oder beim Ring im Inneren. Er kann in Form von 333, 585, 750 (Promille-Angabe) oder als 8, 14 18 bzw. 8 K,14 K, 18 K, also in Karat angegeben.
Betrachtet man sein Schmuckstück genauer und hat den Goldgehalt annähernd ermittelt, so wiegt man das Bruchgold auf einer Briefwaage und bestimmt in etwa das Gewicht.
Möglichen Verkaufserlös von Bruchgold ermitteln
Um den Verkaufserlös von Bruchgold zu bestimmten, multipliziert man Gewicht, Feingehalt und Goldpreis.
Zum Beispiel:
Man hat eine Kette, die 10 Gramm wiegt und aus 585 bzw. 14 Karat Gold besteht. Der Tagespreis für das Gold anhand einschlägiger Internetseiten liegt bei 20 Euro. Angemessen und realistisch wäre ein erzielbarer Preis, der bei 75 % des Goldpreises liegt, also etwa bei 15 Euro.
10 Gramm Kette x 58,5 % = 5,85 Gramm. Die 5,85 Gramm x Ankaufspreis pro Gramm in Höhe von 15 Euro ergibt einen möglichen Erlös an diesem Tag von etwa 87,75 Euro.
Enthält ein Schmuckstück Steine, so ist es normal, dass diese beim Ankauf von Bruchgold nicht extra berechnet werden.
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