Nicht wenige Bankkunden ärgern sich zu Recht über teils horrende Gebühren seitens ihrer Hausbank. Kontoführungsgebühren, Überweisungsgebühren, wucherartige Überziehungszinsen, eine teure Telefonhotline mit langer Warteschleife sowie nicht gerade geringe Gebühren für die Kreditkarte. Im Gegenzug honorieren viele Banken Ersparnisse auf dem Girokonto mit Zinssätzen von unter einem Prozent, was angesichts einer Inflationsrate von knapp drei Prozent fast unverschämt erscheint. Kunden sollten die Gebühren nicht einfach zähneknirschend hinnehmen, sondern vielmehr Ausschau nach günstigeren Anbietern halten. Im Kampf um neue Kunden lassen sich die Institute immer mehr einfallen. Was kann ein Kunde, der möglichst wenig für seine Bankverbindung bezahlen möchte, heute erwarten?
Zum einen ist es nicht akzeptabel, laufende Kontoführungsgebühren zu erheben. Auch einzelne Berechnungen von Überweisungen und Daueraufträgen sind keinesfalls mehr marktgerecht. Vielmehr sollte die komplette Abwicklung des Girokontos kostenlos sein. Dies gilt auch für Barabhebungen am Geldautomaten wobei hier auch nicht nur ein kleiner Bankenverband geboten werden sollte, sondern vielmehr eine große Anzahl an Geldautomaten deutschlandweit. Zu dem kostenlosen Girokonto sollte auch eine gebührenfreie Kreditkarte gehören. Auch sollte der Guthabenzins zumindest die Inflation ausgleichen und folglich nicht weit von drei Prozent pro Jahr entfernt sein, ähnlich wie man es von einem Tagesgeldkonto gewohnt ist.
Welche Voraussetzungen müssen Kunden mitbringen um in den Genuss solcher Konditionen zu gelangen? Bei weitem nicht so viele, wie landläufig geglaubt wird. Es ist kein sechsstelliges Wertpapierdepot notwendig, vielmehr reicht ein regelmäßiger Gehaltseingang aus. Weiterhin sollte der Kunde bereit sein, auf Präsenzfilialen zu verzichten, denn um die attraktiven Konditionen gewährleisten zu können, sind Sparmaßnahmen erforderlich. Der geringe anfängliche Aufwand zahlt sich spätestens bei der nächsten Abrechnung der Kontoposten aus, wenn leicht fünfzig Euro oder mehr weniger gezahlt werden müssen.
Dennoch sind die günstigen Banken ständig erreichbar: Neben einer Online Plattform existiert in aller Regel auch eine telefonische Hotline, über die Überweisungen getätigt werden können und bei der auch etwaige Schwierigkeiten oder Unklarheiten geklärt werden können. Dieser Service ist meistens sogar vierundzwanzig Stunden am Tag erreichbar.
Alexander
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